Berufskrankheitengeschehen

  • Im Bereich der UV der gewerblichen Wirtschaft, der UV der öffentlichen Hand sowie der Schüler-UV ist die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1.500 Fälle beziehungsweise um 2,0 % auf 75.491 zurückgegangen.
  • Im Jahr 2016 wurden 80.029 Verfahren abgeschlossen. In 20.539 dieser Fälle wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit anerkannt (+22,2 %) und dabei in 5.365 Fällen auch eine Rente gewährt (+6,3 %). In weiteren 19.517 Fällen (-4,1 %) wurde zwar die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit im juristischen Sinne waren jedoch nicht erfüllt. Hierbei kann es sich z.B. bei Hauterkrankungen um die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit handeln. Dennoch werden in diesen Fällen ggf. im Rahmen von § 3 BKV Leistungen zur Individualprävention bzw. zur medizinischen Rehabilitation erbracht. In 50,0 % der 2016 abgeschlossenen Feststellungsverfahren wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung bestätigt (40.056 Fälle). In den übrigen 39.973 Fällen (+2,7 %) hat sich der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nicht bestätigt, weil entweder keine entsprechende Gefährdung am Arbeitsplatz nachgewiesen oder kein Zusammenhang zwischen einer solchen Schädigung und der Erkrankung festgestellt werden konnte.
  • Daneben waren im Berichtsjahr 2.573 Todesfälle infolge einer Berufskrankheit zu verzeichnen - überwiegend aufgrund von anorganischen Stäuben, insbesondere Asbest.
2015 2016 Veränderung in %
Anzeigen auf Verdacht einer BK 76.991 75.491 - 1,95
BK-Verdacht bestätigt 37.149 40.056 + 7,83
davon:
Anerkannte Berufskrankheiten 1 16.802 20.539 + 22,24
darunter: Neue BK-Renten 5.049 5.365 + 6,26
Berufliche Verursachung festgestellt, besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt 20.347 19.517 - 4,08
BK-Verdacht nicht bestätigt 38.941 39.973 + 2,65
Entschiedene Fälle insgesamt 76.090 80.029 + 5,18
Todesfälle infolge einer BK 2.409 2.573 + 6,37

1 Der Anstieg bei den anerkannten Fällen im Jahr 2016 lässt sich teilweise auf die seit dem 01.01.2015 neu in die Berufskrankheitenliste aufgenommenen Berufskrankheiten zurückführen.