Werte, die wir unseren Kindern mitgeben sollten

Werte, die wir unseren Kindern mitgeben sollten

Wenn wir selbst auf unsere Kindheit zurückblicken, stellen wir fest, dass unsere Eltern im Rahmen ihrer eigenen Erfahrungen immer ihr Bestes für uns getan haben. Sie haben versucht, uns bestmöglichst auf das Abenteuer Leben vorzubereiten. Viel ist ihnen dabei gelungen, an einigen Dingen sind sie aber auch gescheitert. An uns liegt es nun, auch diese weniger gut gereiften Anteile in uns in das Leben zu integrieren und dabei auch zu überlegen, was wir selbst unseren Kindern mitgeben möchten.

Moralische Werte

Früher dienten vor allem religiöse und althergebrachte Werte dem Zusammenhalt von Familien und Gesellschaften. Während die Religion zunehmend an erzieherischer Bedeutung verliert, rückt das Menschliche selbst immer mehr in den Vordergrund. Viele erinnern sich noch mit Schaudern daran, dass die gesunde Ohrfeige oft die einzige Option war, Grenzen zu wahren. Sie war in Ermangelung anderer Sanktionsmaßnahmen die einzige Konsequenz, die bei Regelverstößen oder Ungehorsam im Allgemeinen ihre Gültigkeit hatte. Dass adäquate Lösungen mitunter dem Kind die Würde lassen und auch bessere Erziehungsergebnisse erzielen würden, war den Generationen vor uns noch nicht so bewusst. Das ist heute erfreulicher Weise anders. Die neue Generation hat begriffen, dass eine angstbesetzte Erziehung nur dazu führt, dass wieder „Täter“ großgezogen werden. Man versucht, dem Kind durch Situations-angepasste Strafmaßnahmen auch gleichzeitig die Erkenntnis zu liefern, warum sein Verhalten unangebracht war. So erspart man den Heranwachsenden die Demütigung und die damit einhergehende Ohnmacht, dem schadhaften Einwirken der Eltern hilflos ausgesetzt zu sein.

Wir haben als Erziehungsberechtigte die Aufgabe, unseren Nachkommen moralische Werte mit auf ihren Weg zu geben. Wertschätzung und Achtsamkeit muss innerhalb der Kernfamilie schon gelebt werden, damit unsere Kinder das dann auch in die Welt hinaustragen können. Gibt es innerhalb der Familie schon keine klaren Grenzen und Strukturen, so wird der junge Erwachsene stets selbst über die Grenzen anderer hinweggehen. Das führt dann zu Ausgrenzung und Einsamkeit, denn niemand hat gerne einen Menschen in seiner Umgebung, der kein „Nein!“ akzeptiert.

Klare Regeln

Während wir die Stärken unserer Kinder stets bestätigen und fördern sollten, ist es genau so wichtig, ganz klare Regeln zu definieren und einzuhalten. Nur so gelingt es ihnen später, sich in die Gesellschaft zu integrieren und Empathie für ihr Umfeld zu entwickeln. Kinder, die niemals Grenzen kennen gelernt haben, fallen in der Gesellschaft stets durch narzisstisches Fehlverhalten auf. Sie können sich nirgends einfügen, verweigern allen und jedem den Respekt und drangsalieren alle Menschen in ihrer Umgebung.

Wenn es uns gelingt, die Fähigkeiten unserer Kinder auf natürliche Weise zu fördern und Achtsamkeit in unsere Erziehung mit einfließen lassen, so haben wir einen wesentlichen Teil unserer Erziehungsverantwortung bestens realisiert.

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